03_Trinkwasseraufbereitung

Fließendes, reines Wasser ist für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Jedenfalls war es das seit den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch auch in Deutschland kann eine Trinkwasserknappheit jederzeit eintreten. Die Hitzewelle von 2018 hat uns gezeigt, wie schnell der Überfluss zum Mangel werden kann. Zumal die Stadt Bremen ihr Trinkwasser nur zu 16% selbst aufbereitet; die restlichen 84% kommen aus dem niedersächsischen Umland1. Und letzteres ist an Verträge gebunden, die in den nächsten Jahren auslaufen werden. Was passiert, wenn diese Verträge nicht ohne Weiteres verlängert werden?

Berlin, Kapp-Putsch, Anstehen nach Wasser

Bundesarchiv, Bild 183-R11931 / CC-BY-SA 3.0

Überdies wird angeführt, dass das deutsche Trinkwasser das am besten kontrollierte Lebensmittel weltweit ist. Dies stimmt auch, wenn man die Werte ab Aufbereitungsanlage heranzieht. Aber kommen diese Werte auch in unserem Glas an, wenn wir es unter den Wasserhahn halten? Hier lautet die Antwort leider: Nicht unbedingt.

Wir haben das Trinkwasser aus der Leitung eines Findorffer Mehrfamilienhauses vom Medizinischen Labor Bremen auf den Gehalt von Bakterienkolonien testen lassen. Dazu verwendeten wir ein steril gekochtes Gefäß und füllten es ab, um es auf direktem Wege ins Labor zu bringen (Probe: Regenwasser A). Wir raten Ihnen dazu, einmal das selbige mit Ihrem Leitungswasser zu tun. Das Ergebnis war ernüchternd: „Die Probe ist als Trinkwasser nicht geeignet“. Als Vergleich ließen wir parallel mit identisch steril gekochten Gefäßen mechanisch gefiltertes Regenwasser und das gleiche Regenwasser, aber zudem mind. 3 Minuten gekocht, vom Labor testen. Der Vergleich war eindeutig:

  • Unser rein mechanisch gefiltertes Regenwasser hat bei sofortiger Entnahme einen ähnlichen Wert wie das Findorffer Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Beides ist laut Labor nicht als Trinkwasser geeignet. Jedoch gab es hier einen entscheidenden Unterschied zwischen den Abgaben. Bei der ersten Regenwasserprobe verwendeten wir kein steriles Gefäß, sondern eine einfache Trinkflasche. Als nächstes werden wir also unser frisch gefiltertes Regenwasser im sterilen Gefäß prüfen lassen (so wie auch später das hiesige Leitungswasser). Vielleicht erreichen wir dadurch sogar einen besseren Wert als das gewöhnliche Leitungswasser in unserem Testgebäude in Findorff.
  • Unser mechanisch gefiltertes Regenwasser ist nach einer mind. dreiminütigen Erhitzung bei über 90° Celsius steril und bestand die Laboranalyse mit folgendem Urteil: „Die Probe ist als Trinkwasser geeignet.“

Was aus diesem Testverfahren folgt, ist die Erkenntnis, dass der Endverbraucher nicht weiß, welche Qualität aus seinem Wasserhahn kommt. Dafür ist diese zu sehr abhängig von den verbauten Leitungen zwischen Aufbereitungsanlage und dem Haus, in dem man wohnt. Was einem bleibt, wenn man auf Nummer sicher gehen will, ist die eigenständige Filterung und Abtötung von Keimen durch Erhitzung wie oben beschrieben.

Aufgrund der Ungewissheit bzgl. Versorgung und Qualität unseres Trinkwassers haben wir bei der LaGrand Handwerk UG ein völlig neues und bequemes Regenwasseraufbereitungssystem erarbeitet. Hierbei wird das Regenwasser vom Hausdach direkt ins Haus geführt und durch eine für 50.000 Liter ausgelegte Hohlfasermembran gefiltert. Der Hausbesitzer erhält so eine Wasserqualität wie aus dem Wasserhahn, ohne sich eine gigantische Umkehrosmoseanlage installieren lassen zu müssen. Unser Aufbau befindet sich auf dem Dach, im Inneren des Hauses befindet sich lediglich das Wasserentnahmerohr mit einem Durchmesser von 70mm. Durch ein entsprechendes Abkochen des gefilterten Regenwassers ist dieses völlig unbedenklich zu konsumieren. Und mithilfe von Wassercontainern lassen sich problemlos mehrere Hundert Liter gefiltertes Regenwasser für den Notfall lagern. Denn selbst in Krisenzeiten ist Feuer zum Abkochen stets einfacher zu bekommen als sauberes Trinkwasser.

Sollten auch Sie sich für unser Regenwasseraufbereitungssystem interessieren, dann erläutern wir Ihnen das Konzept gerne noch einmal persönlich und individuell. Schließlich ist die Installation des Systems von Dach zu Dach unterschiedlich. Bei Interesse fertigen wir Ihnen – unentgeltlich – eine aussagekräftige Zeichnung an, damit Sie genau wissen, wie die Regenwasseraufbereitungsanlage auf Ihrem Dach aussehen wird.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Anfrage.

LaGrand@post.com

0176 476 84 160

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Im Folgenden die Analysewerte:

1) Leitungswasser aus einem Bremer Mehrfamilienhaus in Findorff, hier als Regenwasser A deklariert, <2 Stunden nach Entnahme (Transport im sterilen Gefäß):

Regenwasser_A_Analyse_LaGrand Handwerk UG IRegenwasser_A_Analyse_LaGrand Handwerk UG II

2) Regenwasser durch unsere Hohlfasermembran gefiltert (Transport im nicht-sterilen Gefäß, einfache Trinkflasche), <2 Stunden nach Entnahme. Es folgt in Kürze eine weitere Probe im sterilen Gefäß:

Regenwasser_gefiltert_sofortige Entnahme_Analyse_LaGrand Handwerk UG I

Regenwasser_gefiltert_sofortige Entnahme_Analyse_LaGrand Handwerk UG II

3) Regenwasser durch unsere Hohlfasermembran gefiltert und anschließend mindestens drei Minuten gekocht, <2 Stunden nach Entnahme (Transport im sterilen Gefäß):

Regenwasser_B_Analyse_LaGrand Handwerk UG I

Regenwasser_B_Analyse_LaGrand Handwerk UG II

Wie oben bereits beschrieben, werden wir weiterhin Analyseverfahren durchführen und die Ergebnisse hier stetig aktualisieren. Da wir aber keinen Besitzanspruch auf die Wahrheit haben, raten wir Ihnen bei Interesse am Thema Trinkwasser selbst Proben Ihres Leitungswassers in einem entsprechenden Labor prüfen zu lassen. Kochen Sie die Behältnisse unbedingt vorher ab. Alternativ bekommen Sie auch sterile Behältnisse vom Labor.

Problematisch am Thema Trinkwasser ist hierbei nicht nur die Qualität des Ursprungswassers, sondern die Qualität der Behältnisse, in denen es gelagert wird. Es ist kein leichtes Unterfangen, keimfreies Trinkwasser derart zu lagern, dass im Nachhinein auch kein Keimbefall entsteht. Darum würden wir immer dazu raten, auch durch unser System gefiltertes Wasser vor dem Konsum zu kochen und je nach Verwendungswunsch ggf. in kleinen Behältnissen runterkühlen zu lassen. Ideal sind zum Beispiel ein Glühweinkessel, mit dem sich 20 Liter Wasser kochen und durch einen Zapfhahn dosieren lassen. In Krisensituationen können solche Geräte per Photovoltaikanlage weiterhin betrieben werden – die wir gemeinsam mit unserem Elektrokooperationspartner für Sie installieren können. Im Worst-Case-Szenario bleibt immer noch die Solarfilterung in einer durchsichtigen PET-Flasche oder ein Wasserkessel aus Titan, der in einer Feuerschale aufgeheizt wird. Doch im wirklichen Notfall ist die Wasserqualität aus unserem Filtersystem – weltweit betrachtet – immer noch die beste, die Sie bekommen können. Dafür sorgt allein die Hohlfasermembran mit einem Durchmesser von 0,01μm. Da in Deutschland aber sehr strenge Obergrenzen gelten, müssen wir uns natürlich auch an diesen orientieren.

LaGrand Handwerk UG

LaGrand@post.com

0176 476 84 160


Quellen:

1https://www.gesundheitsamt.bremen.de/trinkwasser-2027

Moin, lieber Interessent!